Es mag wie ein mythologisches Tier, der Name der Hauptfigur in einem Science-Fiction-Film oder sogar eine Straße im Silicon Valley klingen. Vielleicht kennst du den Begriff aber auch in- und auswendig.
Wie dem auch sein mag, wir erklären dir in diesem Blog was Instructional Design ist, wie der Arbeitsalltag von Instructional Designer*innen aussieht und was die Expert*innen über die Zukunft dieser Rolle sagen. Auf geht‘s!
Was ist Instructional Design?
Zunächst einmal: Was ist das? Instructional Design ist ein Prozess, in dem Lernerfahrungen konstruiert werden. Dies umfasst viele Phasen: von der Gestaltung des Erlebnisses über die Messung der Ergebnisse, die Auswahl von Bildungsstrategien und -inhalten bis hin zur Erstellung von Materialien. Die Rolle des oder der „Instructional Designer*in“ (nach dem die Disziplin benannt ist) ist in Ländern wie den Vereinigten Staaten weit verbreitet.
Das Instructional Design ist in einer Vielzahl von Bereichen einsetzbar: Unternehmensschulungen, Unterricht in Bildungszentren, etc. Könnte man also sagen, dass der oder die Instructional Designer*in für eine Bildungsressource das ist, was Gaudí für die Sagrada Familia ist? Ganz genau!

„Lernerfahrungen sind wie Reisen. Die Reise beginnt an dem Punkt, an dem das Lernen sich jetzt befindet und endet, wenn die Lernenden erfolgreich sind. Das Ziel der Reise ist nicht, mehr zu wissen, sondern mehr zu tun.“ Julie Dirksen, Autorin von „Design for How People Learn“
Das Ziel ist es, Informationen in Bildungsmaterialien umzuwandeln, die das Publikum ansprechen, es zu unterhalten und ihm die Möglichkeit zu geben, zu lernen. Kurz gesagt: Lernpläne und Ressourcen zu erstellen, die sich in den Köpfen der Menschen festsetzen.
Was ist die Aufgabe eines oder einer Instructional Designer*in?
Ja, Theorie ist schön und gut, aber wie sieht der Alltag eines oder einer Instructional Designer*in aus? Ich sag’s dir: ungewiss. Weil er oder sie sehr dynamisch ist und dabei viele Rollen abdeckt, kann jeder Tag zu einem neuen Abenteuer werden. Ein*e Instructional Designer*in…
- beurteilt und definiert, welche Bereiche in der Ausbildung abgedeckt werden müssen. Diese Arbeiten werden mit Subject Matter Experts (SMEs) oder Fachexpert*innen durchgeführt, d. h. mit Personen, die sich mit einem bestimmten Thema sehr gut auskennen.
- legt die Lernziele fest, worüber gesprochen werden soll, auf welche Weise, was damit erreicht werden soll, für wen es bestimmt ist, etc.
- erstellt Ressourcen und Materialien, Gamifications und Multimedia Inhalte, die bei allen Beteiligten für offene Münder sorgen und sie zum Lernen motivieren.
- analysiert und wendet Methoden, Wissen und Trends in allen Inhalten an. Wer würde nicht gerne ein aktuelles Meme in einem Quiz sehen?
- überprüft die Ergebnisse der Lernenden durch originelle Übungen, Aktivitäten und Bewertungsmethoden, um zu sehen, wie gut der erstellte Lernplan funktioniert.
Die Gebote des Instructional Designs
Lass mich raten: An dieser Stelle willst du einmal Instructional Designer*in werden, wenn du groß bist. Im Folgenden findest du eine Reihe von Fähigkeiten, die sich ideal für das Instructional Design eignen. Wenn du sie noch nicht hast, keine Panik, du kannst sie entwickeln.
- Über eine gewisse Ausbildung im Bildungsbereich verfügen. Obwohl das Instructional Design auch im Unternehmensumfeld angewendet wird, sind Kenntnisse über Lerntheorien und Pädagogik sehr nützlich. Denn was ein*e Instructional Designer*in erstellt, ist ein Lernplan.
- Tag für Tag lernen wollen. Die Welt der technologischen Ressourcen entwickelt sich minütlich weiter. Daher kann es bei der Entwicklung eines Lernplans sehr nützlich sein, über die neuesten Tools auf dem Laufenden zu bleiben, um zu wissen, wie wir die gewünschten Informationen vermitteln können.
- Wissen, woraus eine didaktische Einheit besteht. Es ist wichtig, alle Elemente und Prozesse zu kennen, aus denen sie sich zusammensetzt.

„Das Wichtigste bei der Gestaltung von eLearning ist es, Design als die Gestaltung einer Erfahrung zu sehen, nicht nur als Information.“ Cathy Moore, Gründerin von Action Mapping
- Über einen kritischen Blick für das Verhalten der Lernenden und ihre Wissenslücken verfügen und die Lernziele kennen, egal ob im Unternehmen oder im Bildungsbereich.
- Ein*e Allrounder*in sein, denn ihre Aufgabe umfasst ein breites Spektrum an Funktionen und Verantwortlichkeiten.
Wohin entwickelt sich das Instructional Design weiter?
Instructional Design ist wie ein Schmetterling: Es wandelt sich, entwickelt sich, mutiert. Um dir eine bessere Vorstellung davon zu geben: Als diese Funktion ins Leben gerufen wurde, bestand ihr Ziel darin, effektive Lernerfahrungen zu schaffen, schlicht und einfach. Heute ist das höchste Ziel, die Zuhörer*innen zu motivieren und sie durch diese Motivation dazu zu bringen, zu lernen und wissensdurstiger zu werden.
Doch was ist die Zukunft des Instructional Design? Bei Genially haben wir (noch) keine Kristallkugel. Aber wir haben einige sehr kluge Leute gelesen, die viel über den Sektor wissen und glauben, dass dies der richtige Weg ist:
Teile auf und du wirst gewinnen
Obwohl dies in vielen anderen Lebensbereichen nicht zutrifft, kann die Rollenverteilung im Fall des Instructional Design positiv sein: Auf der einen Seite gibt es eine Rolle, die auf didaktischen Fähigkeiten basiert (recherchieren, Kurse und Lerntheorie planen) und auf der anderen Seite eine andere Rolle, die sich mehr auf technologische Fähigkeiten konzentriert (Programmierung, eLearning-Authoring-Tools und Videoproduktion).

„Die Techniker*innen und die Pädagog*innen müssen zusammenarbeiten, anstatt eine Person mit all diesen Fähigkeiten zu haben.“ Steve Foreman, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens InfoMedia Designs
Immersive Erfahrung an die Macht
Die Daten lügen nicht. Der Schlüssel zum Lernen liegt nicht im Auswendiglernen, sondern im Erleben durch Rollenspiele oder Gesprächssimulationen. Gamification kann deine beste Verbündete sein, wenn es darum geht, diese Art von immersiver Erfahrung zu schaffen. Mit diesem Academy-Kurs lernst du, wie du solche Abenteuer im Handumdrehen erstellen kannst.
Wenn du es nicht glaubst, schau dir dieses Erlebnis an. Ja, es wurde mit Genially hergestellt:

GENIALLY ACADEMY
Complete a gamification experience with Genially. Not only will you have fun, you’ll also learn lots of tricks and interactivity combinations to gamify your content.
Microlearning im Unternehmensbereich
Ja, ich weiß, was du denkst: „Das ist doch nur für Lehrkräfte.“ In der Vergangenheit wurde diese Technik vor allem im Klassenzimmer eingesetzt. Aber die Regeln sind da, um geändert zu werden. In Unternehmen wird immer mehr Platz für Onboarding-Prozesse, Schulungen und mehr geschaffen.
Microlearning ist eine Methode, die darin besteht, Lernstrukturen zu schaffen, die sich auf eine sehr konkrete und kurze (3 bis 6 Minuten) Fähigkeit konzentrieren. Diese „Wissenstabletten“ fesseln die Aufmerksamkeit und fördern das Engagement und die Motivation, so dass es nur logisch wäre, wenn sich das Instructional Design in Richtung dieser Methode entwickeln würde.
Möchtest du Microlearning-Erfahrungen gestalten? Schau dir diesen Kurs an und finde heraus, worum es dabei geht. Außerdem erfährst du darin, wie Genially zur Erstellung von Inhalten und Ressourcen verwendet wird:

GENIALLY ACADEMY
Designing microlearning experiences with Genially
Do you want to design microlearning experiences? Delve into this course and discover what this methodology is about, what it is used for and how to create content and resources with Genially.

„Beim eLearning ist der Inhalt alles. Wenn der Inhalt nicht meisterhaft gestaltet ist, geht alles andere den Bach runter.“ Christopher Pappas, Gründer von eLearning Industry Inc.
Du wusstest das alles bereits über Instructional Design? Wir sind ganz Ohr. Gerne lesen wir deine Kommentare dazu.


